Blaulicht und Martinshorn

Was tun bei Blaulicht und Martinshorn?

Immer wieder kommt es zu heiklen Situationen bei Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn, da viele Verkehrsteilnehmer nicht wissen wie sie sich verhalten sollen. Viele Verkehrsteilnehmer geraten in Panik und reagieren falsch. Grundsätzlich ist bei allen Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn höchste Eile geboten. Grundsätzlich ist im Paragraph 38 der StVO geregelt, wer diese Sondersignale einsetzen darf und wie sich andere Verkehrsteilnehmer verhalten sollen.

Folgende Regeln sollten beachtet werden:

  1. Ruhe bewahren!
  2. Halten Sie Ausschau nach Einsatzfahrzeugen und woher die Signale kommen.
  3. Versuchen Sie abzuschätzen in welche Richtung sich die Einsatzfahrzeuge bewegen.
  4. Wie viele Fahrzeuge sind es?
  5. Überlegen, wo und wie man am besten Platz verschaffen kann.

Bitte beachten: Immer den Blinker setzen, damit die Fahrer der Einsatzfahrzeuge wissen, in welche Richtung man Platz schaffen will. Immer auf andere Verkehrsteilnehmer (z.B. Radfahrer, Fußgänger, usw.) achten. Alle Manöver, die hier ausnahmsweise und sonst von der Straßenverkehrsordnung verboten sind, verlangen größte Vorsicht!  

B-G-A Reaktionsschema

Damit man sich die Vorgehensweise leichter einprägen kann, wurde das sogenannte B-G-A Reaktionsschema entwickelt: B – Blinker betätigen G – Geschwindigkeit reduzieren A – Anhalten wenn nötig am Straßenrand Rettungsgassen bilden! Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf unserer Seite „Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge“  

Martinshorn, muss das sein?

Immer wieder sorgen Fahrten mit Martinshorn (vor allem nachts) für Unverständnis in der Bevölkerung. Viele Fragen sich vielleicht, muss das sein? Die klare Antwort: JA! Wie oben schon erwähnt, ist bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn höchste Eile geboten und im Paragraph 38 StVO geregelt, wann ein Wegerecht gilt. Dieses Wegerecht gilt nur, wenn Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet sind. D.h. die Feuerwehr ist gesetzlich verpflichtet, das Sondersignal einzusetzen. Wird bei einer Fahrt mit Blaulicht kein Martinshorn verwendet und es kommt zu einem Unfall, kann der Fahrer des Einsatzfahrzeuges auch bei Unverschulden in Haftung genommen werden. Weiterhin sollte sich jeder bewusst sein, der mal nachts von einem Martinshorn der Feuerwehr geweckt wurde, dass die Einsatzkräfte bis vor wenigen Minuten auch noch in ihren Betten lagen, jetzt aber zu einem Notfall unterwegs sind. Sie können weiterschlafen – die Einsatzkräfte müssen in den Einsatz und auch am Morgen zur Arbeit! Weiterhin kann ein sich näherndes Martinshorn bei den Betroffenen eine positive psychische Wirkung auslösen, die nicht zu unterschätzen ist. Vielen Dank für Ihr Verständnis Ihre Feuerwehr Landscheid